SoftNet
SE&Science

1. Softnet-Workshop "Testen und Verifikation"


Datum:   7. November 2007
Beginn: 10:15
Ort:  Aula der Technischen Universität Graz
         8010 Graz, Rechbauerstraße 12 (Anfahrtspläne)

Programm

10:15-10:30
Einleitung und Begrüßung
(Prof. Dr. Franz Wotawa, Technische Universität Graz)
10:30-11:00
Server Performance Evaluation im betrieblichen Umfeld
(Prof. Dr. Helmut Hlavacs, Universität Wien)
11:00-11:30
Testfallgenerierung in der Praxis: Höhere Qualität bei geringeren Kosten
(Stefan Mohacsi, Siemens PSE)
11:30-12:00
10 Entwickler, 100 Modelle, 1000 Inkonsistenzen: Qualitätssicherung von Modellen
(Dr. Michael Breu, arctis Softwaretechnologie GmbH)
12:00-13:30
Mittagspause mit Buffet
13:30-14:00
Protokoll-Conformance-Testen: Eine industrielle Anwendung von Formalen Methoden
(Martin Weigelhofer, Technische Universität Graz)
14:00-14:30
Testoptimierung
(Ingrid Unterguggenberger, Christian Lackner, Cicero Consulting)
14:30-15:00
Mining Repositories for Decision-Support in Software Test Management
(Rudolf Ramler, Software Competence Center Hagenberg)
15:00-15:30
Kaffeepause
15:30-16:00
Model Checking in Hardware und Software
(Dr. Roderick Bloem, Technische Universität Graz)
16:00-16:30
Softnet Austria - Bringing Software Engineering into Practice
(Dr. Bernhard Peischl, Softnet Austria)
16:30-17:30
Model-based Software Debugging
(Prof. Dr. Markus Stumptner, University of South Australia)
17:30-
"Come Together" Buffet

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 5. November wird ersucht. Das Online-Anmeldeformular finden Sie hier. Eine PDF-Datei mit dem Programm und dem Fax-Anmeldeformular finden Sie hier.

Abstracts + CVs

Server Performance Evaluation im betrieblichen Umfeld

Prof. Dr. Helmut Hlavacs, Universität Wien

Durch die Verfügbarkeit des omnipräsenten Internets und der darauf aufbauenden Geschäftsabwicklung, e.g., B2B oder B2C,

hängt der betriebliche Geschäftserfolg in zunehmendem Maße von der Verfügbarkeit der eigenen Serverinfrastruktur ab. Neben der reinen Verfügbarkeit  wird jedoch mit steigendem Businessvolumen auch die Performance der eingesetzten IT wichtig. Als Beispiel dient die Wartezeit bei Webseiten, welche einen entscheidenden Einfluss auf das Käuferverhalten hat. In diesem Vortrag wird erklärt, welche Auswirkungen ungenügende Performance auf den Umsatz haben kann, wie Performance modelliert und gemessen wird, und welche Aussagen man durch Performanceevaluation erhält.

Ao.Univ.Prof. Dr. Helmut Hlavacs studierte Technische Mathematik an der TU Wien, wo er auch im Bereich Performance Evaluation von High-Performance Rechnern und Computer Numerik promovierte. Seit 1998 arbeitet er an der Fakultät für Informatik der Universität Wien, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Universitätsassistent. Im Jahr 2004 habilitierte er sich zum Thema Quality of Service in Distributed Systems. Dr. Hlavacs ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zum Thema Performance Evaluation in verteilten Systemen, und ist Autor eines Buches über High-Performance Computer.

Testfallgenerierung in der Praxis: Höhere Qualität bei geringeren Kosten

Stefan Mohacsi, Siemens PSE

Ein systematischer Test ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg jedes SW-Produkts. Wie kann dieser Test aber mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden? Um die Qualität zu gewährleisten, müssen sämtliche Testfälle laufend aktualisiert und dann erneut ausgeführt werden - ohne Automatisierung ein aussichtsloses Unterfangen.

Andererseits wurde bislang der Anreiz für die Einführung automatisierter Testmethoden durch komplizierte Scriptsprachen, hohe Toolkosten und die aufwändige Wartung der Testfälle beträchtlich vermindert.

Aus diesem Grund startete Siemens bereits 1997 das Forschungsprojekt IDATG (Integrating Design and Automated Test case Generation), dessen Ziel die Generierung von Testfällen aus einer formalen Spezifikation war. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anstelle jedesmal sämtliche Testfälle per Hand aktualisieren zu müssen, muss nur die Spezifikation angepasst werden, was eine enorme Ersparnis bei der Wartung der Tests bedeutet. Ausserdem garantiert die Methode eine systematische Abdeckung aller Requirements, logischen Abhängigkeiten und Äquivalenzklassen. IDATG wird beispielsweise zum Test des Spacecraft Operating Systems der ESA eingesetzt.

Stefan Mohacsi wurde 1970 geboren und studierte Informatik an der Technischen Universität Wien. Seit 1997 arbeitet er für Siemens, wo er schon früh die Leitung des Forschungsprojekts IDATG (Integrating Design and Automated Test Case Generation) übernahm. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der erste Prototyp zu einem professionellen Werkzeug, das heute den neuesten Stand der Testfallgenerierungs-Technik repräsentiert. Die bislang bedeutendste Anwendung der IDATG-Technologie ist das Testautomatisierungs-Framework der Europäischen Raumfahrtsbehörde ESA.

Abgesehen von der Weiterentwicklung von IDATG ist Stefan Mohacsi Mitglied des Siemens Test Support Centers, wo er als Senior Consultant für Testautomatisierung und Codetesten tätig ist. Ausserdem hielt er zahlreiche Vorträge auf internationalen Testkonferenzen und ist Mitglied des Austrian Testing Boards.

10 Entwickler, 100 Modelle, 1000 Inkonsistenzen: Qualitätssicherung von Modellen  

Dr. Michael Breu, arctis Softwaretechnolgie GmbH

Neben dem Einsatz von informellen Spezifikationtechniken gewinnt der Einsatz von UML zur Beschreibung von Anforderungen, Softwarearchitekturen, und Unternehmensmodellen zunehmend an Bedeutung.  Mit der wachsenden Komplexität der Modelle wachsen auch die Fehleranfälligkeiten im Entwurf dieser Modelle. Die Ursache liegt zum einen in der stark angewachsenen Komplexität von UML 2.0 selbst, als auch in der schieren Größe und den Querbeziehungen zwischen Modellen, und letztendlich auch im Einsatz inkompatibler Werkzeuge. Der Vortrag diskutiert den aktuellen Stand der Technik im Bereich Modellvalidierung und stellt den Softnet-Ansatz zur Qualtitätsicherung von Modellen vor.

Dr. Michael Breu provomierte 1991 an der TU München und war anschliessend als Methodenberater und Softwarearchitekt für Siemens-Nixdorf und FAST München tätig. Seit 2002 ist er Geschäftsführer der arctis Softwaretechnologie GmbH. Neben seiner langjährigen praktischen Erfahrung in der Durchführung und Leitung von Softwareentwicklungsprojekten, hat er auch zahlreiche wissenschaftliche Publikationen im Bereich Softwareengineering Methoden und der Modellierung verteilter System geschrieben. Daneben ist er auch Co-Author bzw. Mitherausgeber dreier Bücher. 

Mining Repositories for Decision-Support in Software Test Management

Rudolf Ramler, Software Competence Center Hagenberg, Austria

Resources and time available for testing are usually limited as testing is a major cost factor in software development. One way to deal with these constraints is to increase efficiency of testing by directing the testing effort to those parts of the system that contain the highest risk, e.g., where the most defects can be found. As studies report, "about 80 percent of the defects come from 20 percent of the modules, and about half the modules are defect free". Yet, the resulting question is: "What are the high-risk parts of the system?" In this work we investigate whether answers to this question can be found by mining the software repositories established in the course of software development. First results from mining repositories of a medium-size software project are presented.

Rudolf Ramler studied business informatics at the Johannes Kepler University of Linz, Austria, and has been a member of the scientific staff at the Software Competence Center Hagenberg, Austria, since 2001. His research interests include software testing, quality management and requirements engineering. He has led research projects on testing of Web-based systems as well as test automation, and he directed the development of tools for test management. Rudolf works as a consultant in industry and is a lecturer with the Upper Austria University of Applied Sciences at Hagenberg, the Vienna University of Technology, and the Free University of Bolzano, Italy.

Protokoll-Conformance-Testen: Eine industrielle Anwendung von Formalen Methoden

Martin Weiglhofer, Technische Universität Graz

Ein wichtiges Qualitätskriterium von Hochverfügbarkeitssystemen ist deren funktionale Korrektheit in Hinblick auf eine gegebene Spezifikation. Systematisches Testen ist ein langwieriger und schwieriger Prozess. In der Theorie wird seit langem die Anwendung formaler Methoden zur systematischen Generierung von Testfällen diskutiert. Testfälle werden automatisch aus einem Modell des implementierten Softwaresystems generiert. Die Komplexität aktueller Softwareprodukte führt jedoch häufig zu sehr großen Modellen, die von vielen Algorithmen nicht verarbeitet werden können. Dieser Vortrag behandelt aktuelle Techniken und Tools die einen Einsatz formaler Methoden zur Testfallgenerierung in der industriellen Praxis ermöglichen sollen. Am Beispiel eines Session Initiation Protocol Registrars (Internet Telefonie) wird ein mögliches Anwendungsszenario dargestellt.

Martin Weiglhofer ist Doktorand und Forschungsassistent am Institut für Software Technologie der Technischen Universität Graz. Er absolvierte sein Bachelorstudium (Softwareentwicklung&Wissensmangement; 2005) und sein Masterstudium (Softwareentwicklung&Wirtschaft; 2006) an der Technischen Universität Graz. Seine Forschungsinteressen sind Modell-basiertes Testen, automatisiertes Software Testen sowie Formale Methoden zur Softwareentwicklung.

Model Checking in Hardware und Software

Dr. Roderick Bloem, Technische Universität Graz

We will review techniques for exhaustive verification of hardware and software.  For hardware, such formal techniques have made great headway and are in use at virtually all major design companies.  The first challenge is to provide the user with an expressive, but simple language to express the specifications.  Second, we must provide pushbutton technology and not expose the user to any kind of mathematics, and third, we must find ways to deal with more than very small systems.  We will look at existing techniques to tackle these challenges and look at some success stories in both hardware and software verification.

Dr. Roderick Bloem received his M.S. Degree in computer science from Leiden University in The Netherlands in 1996 and his PhD degree in computer science from the University of Colorado at Boulder in 2001. He has held internship positions at Lucent Bell Labs, at Cadence Berkeley Labs, and at the Corporate technology Department of Siemens AG.  He has been employed as an /assistant /at Institute for Software Technology at Graz University of Technology since 2002.  His fields of interest include formal verification, fault localization and repair, and methods for design of correct-by-construction hardware. Dr. Bloem has published several dozen papers in international conferences and journals, is a member of several program committees, and has received a Best Paper Award at the 2006 Haifa Verification Conference for his work on fault localization.

Testoptimierung

Ingrid Unterguggenberger und Christian Lackner, Cicero Consulting

Test und Qualitätssicherung (samt Fehlerbereinigung) stellen mit Abstand den größten Aufwandsblock in der Entwicklung und Pflege von Softwaresystemen dar. Eine Optimierung dieses Kostenblocks ist möglich und notwendig und bringt dem IT-Manager wesentliche Einsparungen. Der Vortrag zeigt ein quantitatives Modell für Testoptimierung basierend auf Basis-Maßzahlen wie Function Points, LOC und dem damit prognostizierbaren Fehlerpotenzial auf. Dazu werden im wesentlichen vier Maßnahmen zur Testoptimierung diskutiert: QS als implizite Aufgabe im Software Life Cycle, Standardisierung der Testmethodik mit Werkzeugunterstätzung, Testautomatisierung und Zentralisierung von Testaufgaben in einem QualityLab.

Ingrid Unterguggenberger: Studium der Angewandten Informatik an der Universität Klagenfurt, Tätig in den Bereichen Multiprojektmanagement, QS und Softwaremetriken der Firma Cicero-Consulting GmbH IFPUG CFPS in diversen Benchmarking Projekten in enger Zusammenarbeit mit DASMA.

Christian Lackner: Studium der Angewandten Informatik an der Universität Klagenfurt, Seit 1994 selbständiger Dienstleister im und rund um den Bereich der Softwareentwicklung Außerdem tätig in den Bereichen  Multiprojektmanagement und QS in Projekten der Firma Cicero-Consulting GmbH

Model-based Software Debugging

Prof. Dr. Markus Stumptner, University of South Australia

A considerable body of work on model-based software debugging (MBSD) has been published in the past decade. We summarise the underlying ideas and present the different approaches as abstractions of the concrete semantics of the programming language. We compare the model-based framework with other well-known Automated Debugging approaches and present open issues, challenges and potential future directions of MBSD.

Markus Stumptner studied Computer Science and got his Ph.D. degree 1990 at TU Vienna, where he worked at the Institute for Information Systems since 1986. He was Senior Researcher at the Christian-Doppler-Labor for Expert SystemS, 1999-2000 Professor at Johannes Kepler University Linz in the field of Data & Knowledge Engineering. Since 2001 Chair of Computing an the University of South Australia, Adelaide, head of the research group Knowledge & Software Engineering, since 2003 Director of the Advanced Computing Research Centre, co-founder of the "Mawson Institute for Advanced Manufacturing". His present research interests are in the fields of Data- and Process Integration, model-based reasoning particularly within the ranges diagnosis and debugging. Markus Stumptner is participant in the Collaborative Research Centres (CRCs - CRCs - distributed authority centers) for Enterprise Distributed Systems Technology, Integrated Engineering Asset Management and Advanced Automotive Technology. Present main project partners are amongst others General Motors/Holden, Australian Nuclear Science & Technology Organisation (ANSTO), Defense Science & Technology Organisation (DSTO).

http://www.unisanet.unisa.edu.au/staff/homepage.asp?Name=Markus.Stumptner